VERANSTALTUNGEN

SCOBEL & WINKELS: ORIENTIERUNG IM BÜCHERDSCHUNGEL

Datum: Dienstag, 11. Dezember um 19.30 Uhr
Ort: Stadtbibliothek Köln, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Eintritt: 8,-€ / 6,-€ (VVK über KölnTicket)

Kritische Buchvorstellungen sind beliebt und hoch geschätzt – besonders wenn Sie von Persönlichkeiten stammen, die sich in der Verlags- und Literaturszene hervorragend auskennen. In gemütlicher Atmosphäre und bei einem Glas Wein darf sich das Publikum auf interessante Gespräche über neue Bücher aus der Belletristik und dem Sachbuchsektor freuen und auch einige Anregungen für den bevorstehenden Gabentisch mit nach Hause nehmen. Außerdem steht erneut eine literarische Wiederentdeckung auf dem Programm, die ein Überraschungsgast präsentiert.

Gert Scobel ist vielfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist. Nach Stationen als Moderator der 3SAT-Sendung „Kulturzeit“ und Anchorman des ARD-Morgenmagazins ist er seit 2008 verantwortlich für die 3SAT-Sendung „scobel“. Als Autor widmet er sich vor allem philosophischen Themen. Hubert Winkels, ebenfalls Buchautor, promovierte über Deutsche Gegenwartsliteratur. Er ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk und Literaturkritiker bei der ZEIT. 2007 erhielt er den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik.

Eine Veranstaltung der Stadtbibliothek Köln und der Buchhandlung Bittner.
(© Autoren-Foto: Stadtbibliothek Köln)

 

URSULA KRECHEL – GEISTERBAHN


Datum: Donnerstag, 7. Februar um 19.30 Uhr
Ort: Literaturhaus Köln, Großer Griechenmarkt 39, 50676 Köln
Moderation: Sabine Küchler
Eintritt: 11,-€ / 9,-€ / 7,-€

Fast ein Jahrhundert umspannt der Bogen dieses Romans, mit dem Ursula Krechel fortsetzt, was sie, vielfach ausgezeichnet und gefeiert, mit Shanghai fern von wo und Landgericht begonnen hat. Geisterbahn erzählt die Geschichte einer deutschen Familie, der Dorns. Als Sinti sind sie infolge der mörderischen Politik des NS-Regimes organisierter Willkür ausgesetzt: Sterilisation, Verschleppung, Zwangsarbeit. Am Ende des Krieges, das weitgehend bruchlos in den Anfang der Bundesrepublik übergeht, haben sie den Großteil ihrer Familie, ihre Existenzgrundlage, jedes Vertrauen in Nachbarn und Institutionen verloren. Anna, das jüngste der Kinder, sitzt mit den Kindern anderer Eltern in einer Klasse. Wer wie überlebt hat, aus Zufall oder durch Geschick, danach fragt keiner. Sie teilen vieles, nur nicht die Geister der Vergangenheit.
Mit großer Kunstfertigkeit und sprachlicher Eleganz erzählt Ursula Krechel davon, wie sich Geschichte in den Brüchen und Verheerungen spiegelt, die den Lebensgeschichten einzelner eingeschrieben sind. Auf einzigartige Weise schafft sie eine atmosphärische Dichte, in der vermeintlich Vergangenes auf bewegende und bedrängende Weise gegenwärtig wird.

Ursula Krechel
wurde 1947 in Trier geboren. Studium der Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten. Erste Lyrikveröffentlichungen 1977, danach erschienen Gedichtbände, Prosa, Hörspiele und Essays. Zahlreiche Auszeichnungen für ihr Werk, insbesondere ihren großen Exil-Roman Shanghai fern von wo. Für den Roman Landgericht wurde sie 2012 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Ursula Krechel lebt in Berlin.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Köln und der Buchhandlung Bittner.

(© Autoren-Foto: Gunter Glücklich)


 

NINO HARATISCHWILI – DIE KATZE UND DER GENERAL


Datum: Freitag, 15. Februar um 19.30 Uhr
Ort: Stadtbibliothek Köln, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Moderation: Thomas Laue
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Alexander Orlow, ein russischer Oligarch und von allen »Der General« genannt, hat ein neues Leben in Berlin begonnen. Doch die Erinnerungen an seinen Einsatz im Ersten Tschetschenienkrieg lassen ihn nicht los. Die dunkelste ist jene an die grausamste aller Nächte, nach der von der jungen Tschetschenin Nura nichts blieb als eine große ungesühnte Schuld. Der Zeitpunkt der Abrechnung ist gekommen.
Nino Haratischwili spürt in ihrem neuen Roman den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreichs aufgetan haben. Die Katze und der General ist ein spannungsgeladener, psychologisch tiefenscharfer Schuld-und-Sühne-Roman über den Krieg in den Ländern und in den Köpfen, über die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung. Wie in einem Zauberwürfel drehen sich die Schicksale der Figuren ineinander, um eine verborgene Achse aus Liebe und Schuld. Sie alle sind Teil eines tödlichen Spiels, in dem sie mit der Wucht einer klassischen Tragödie aufeinanderprallen.

Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tbilissi, ist preisgekrönte Theaterautorin, -regisseurin und Autorin des Familienepos Das achte Leben (Für Brilka) (FVA 2014), das in zahlreiche Sprachen übersetzt und u. a. mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft, dem Anna Seghers-Literaturpreis, dem Lessing-Preis-Stipendium und zuletzt mit dem Bertolt-Brecht-Preis 2018 ausgezeichnet wurde. Ihr Roman Die Katze und der General (FVA 2018) wurde für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018 nominiert.

Eine Veranstaltung der Stadtbibliothek Köln und der Buchhandlung Bittner.

(© Autoren-Foto: danny merz/Sollsuchstelle*)

 

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