VERANSTALTUNGEN

Pluriversale IV

Die Akademie der Künste der Welt widmet sich mit ihrer vierten PLURIVERSALE der Stadt Köln, ihrer kolonialen Vergangenheit und den großen Widersprüchen der Gegenwart – kulturell, politisch und wirtschaftlich-geographisch. Mehr als drei Monate lang gibt es hierzu Veranstaltungen aus allen künstlerischen Bereichen – von der Ausstellung über eine Oper bis zu Vorträgen, Filmen oder Konzerten. Dabei geht es nicht darum, einem westlichen Publikum in vertrauter Multikulti-Manier noch mehr ethnische Kost zu liefern, sondern kritische Einsichten zu gewähren und Alternativen zu stereotypen Denkmustern aufzuzeigen. 
https://www.academycologne.org/de/program/upcoming/

NIKOLAUS HEIDELBACH – ARNO UND DIE FESTGESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG


Datum: Donnerstag, 1. September um 20 Uhr
Ort: Sancta Clara Keller, Am Römerturm 3, 50667 Köln
Moderation: Dr. Hajo Steinert
Eintritt: 5,-€ (Eintritt frei für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre)

Arnos Eltern lassen sich nicht lumpen und beauftragen die Fest GmbH, ihrem Sohn einen unvergesslichen Geburtstag zu bereiten. Neugierig und unerschrocken betritt Arno einen großen Laster mit 12 Anhängern, in dem ihn und seine Begleiterin Uschi Schuhschnabel eine spektakuläre Überraschung nach der anderen erwarten:
Tänzerinnen, mit denen er Blindekuh spielt, ein gieriger Geldbeutel, der durch Feuerreifen springt, Seekühe, die Korbball spielen, oder ein monströses Kaugummimonster.
Verrückter als die Wirklichkeit erlaubt, aber Arno gefällt es!

Nikolaus Heidelbach
wurde 1955 geboren. Er studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Köln und Berlin. Heute lebt er als freischaffender Künstler mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Köln. Seit bald 35 Jahren veröffentlicht Heidelbach seine Bücher und gilt als einer der anerkanntesten, zugleich aber auch eigenwilligsten Illustratoren. Neben zahlreichen Bilderbüchern mit eigenen Texten, Illustrationen zu Kinderbüchern, Gedichten, Erzählungen, den Märchen der Brüder Grimm und H.C. Andersen, Schulbüchern, veröffentlichte er auch Bilderbücher für Erwachsene. Im Jahre 2000 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet, 2007 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für das Bilderbuch Königin Gisela.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Bittner und des Beltz & Gelberg Verlages.

(Autoren-Foto: © Verlagsgruppe Beltz, Weinheim; Fotograf: Max Groenert)
 

RUDOLF RACH – …UND VIELE KÜSSE


Datum: Dienstag, 6. September um 20 Uhr
Ort: Buchhandlung
Moderation: Dr. Rainer Weiss (Verleger des weissbooks.w Verlags)
Eintritt: 8,-€ / 6,-€

Lill Andersson – Literaturagentin aus Schweden, Geschäftsfrau, erfolgreich, attraktiv, auf ganz eigene Weise sinnlich und doch eigentümlich unnahbar – reist mit ihrem Mann zu einer Theaterpremiere nach Nizza; einer ihrer Autoren wird gefeiert. Gleich am ersten Abend im Hotel, wo sie sich mit Jean Bart trifft (jenem Verleger aus Paris, den die Leser bereist aus Rudolf Rachs Debüt, der Französischen Geschichte kennen) lernt sie einen Autor kennen, der sich in sie verliebt, während auch Bart ihr den Hof macht. Doch damit nicht genug: Durch eine Indiskretion erfährt sie, dass ihr Mann – ein Rockmusiker – sie mit einer Studentin betrügt.
Scheinbar kühl und wie en passant beschließt sie in dieser emotional doch durchaus turbulenten Gemengelage sich von ihm zu trennen – aber da beginnt sich das Karussell erst recht zu drehen, schneller, immer schneller. Die Herren umschwärmen die Dame, überbieten sich mit ihren Verführungskünsten, und doch hat das pittoreske Trio ein Problem: Keiner weiß genau, zu wem er gehört. Ist die Liebe denn doch nur das seltsame Spiel der leichten Muse?

Rudolf Rach kommt aus Köln. Nach seinem Studium – Philosophie, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft – wird er 1971 Leiter des Suhrkamp Theaterverlages. 1986 geht er nach Paris und leitet seither den Verlag L’Arche Editeur. Im Frühjahr 2010 ist bei weissbooks.w sein erster Roman Eine französische Geschichte erschienen.

(Autoren-Foto: © Katharina von Bismarck)

COLM TÓIBÍN – NORA WEBSTER


Datum: Montag, 12. September um 20 Uhr
Ort: Kölnischer Kunstverein, Die Brücke, Hahnenstraße 6, 50667 Köln
Moderation: Denis Scheck
Deutscher Text: Josef Tratnik
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Eine Veranstaltung auf Englisch und Deutsch

Als ihr Mann stirbt, die Liebe ihres Lebens, verfällt Nora Webster in einen Schockzustand. In der irischen Kleinstadt, wo sie lebt, tastet sie sich langsam ins Leben zurück. Ihre beiden Töchter sind aus dem Haus, doch der stotternde Donal ist vom Tod seines Vaters verstört und sein Bruder Conor wird in der Schule gemobbt. Und dann muss sich Nora noch gegen die Schikanen am Arbeitsplatz wehren. Sie ist katholisch, unkonventionell, von einer grimmigen Intelligenz, doch sie ist in der engstirnigen irischen Gesellschaft der 60er Jahre gefangen. Sie sucht neue Wege für sich, lernt andere Menschen kennen. Wird sie die Kraft haben, sich selbst zu verwirklichen? In seinem großen Roman gelingt Colm Tóibín das Porträt einer Frau, die die Unabhängigkeit ihrer Gefühle bewahrt. Nora Webster ist eine der bleibenden Frauenfiguren der Literatur.

Colm Tóibín, 1955 in Enniscorthy geboren, ist einer der wichtigsten irischen Autoren der Gegenwart. Bereits sein erster Roman Der Süden (1994) wurde von der Kritik enthusiastisch gefeiert. Zuletzt erschienen der Henry-James-Roman Porträt des Meisters in mittleren Jahren (2005), Mütter und Söhne (Erzählungen, 2009), Brooklyn (Roman, 2010) und Marias Testament (Roman, 2014). Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem IMPAC-Preis. Im Januar 2016 kam die erfolgreiche Verfilmung von Brooklyn in die deutschen Kinos. Das Drehbuch schrieb Nick Hornby.
 
Eine Veranstaltung der Buchhandlung Bittner und der Deutsch-Britischen Gesellschaft e.V. in Köln.

(Autoren-Foto: ©Anita Schiffer-Fuchs)

 

SCOBEL UND WINKELS

Datum: Mittwoch, 26. Oktober um 19 Uhr
Ort: Stadtbibliothek am Neumarkt
Eintritt: 8,-€ / 6,-€ (Karten gibt es an der Abendkasse oder im Vorverkauf über KölnTicket)

Gert Scobel und Hubert Winkels schaffen Orientierung in der Vielfalt der wissenschaftlichen Fragen, in den schönen Künsten und der Literatur. Sie diskutieren neue Bücher, sowohl fiktionale als auch Sachbücher, erklären und bewerten sie. Scobel und Winkels findet zweimal im Jahr nach den großen deutschen Buchmessen im Frühjahr und im Herbst statt. Dieses Mal blicken Scobel und Winkels hinter die Kulissen der Leipziger Buchmesse, erzählen von Hypes und Flops, von Preisen, Rekorden und aktuellen Themen.

Gert Scobel ist Autor mehrerer Bücher zu philosophischen Themen und moderiert die Wissenschaftssendung scobel auf 3SAT.

Hubert Winkels, ebenfalls Buchautor, ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk und Literaturkritiker bei der ZEIT.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Bittner und der Stadtbibliothek Köln.

(Autoren-Foto: © Stadtbibliothek Köln)

 

GARRY DISHER – BITTER WASH ROAD


Datum: Dienstag, 8. November um 20 Uhr
Moderation: David Eisermann
Deutscher Text: Josef Tratnik
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Eine Veranstaltung auf Englisch und Deutsch

In der Nähe von Tiverton, einer Kleinstadt in Australiens Nirgendwo, wird ein Mädchen tot am Straßenrand gefunden. Constable Paul Hirschhausen, genannt Hirsch, übernimmt den Fall. Er glaubt nicht an einen Unfall mit Fahrerflucht. Einsam und isoliert durchquert der Constable die unwirtliche Landschaft, vorbei an mageren Schafen, schäbigen Höfen, stellt unbeirrt seine Fragen und lernt eine Kleinstadt kennen, unter deren Oberfläche Enttäuschung und Wut, Rassismus und Sexismus brodeln. Hirsch rüttelt an der trügerischen Stille und wirbelt nicht nur den Staub der ausgedörrten Straßen auf. „Der perfekte Einstieg in das großartige Werk Garry Dishers.“ The Seattle Times

Garry Disher, geboren 1949, wuchs im ländlichen Südaustralien auf. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten, Kriminalromane und Kinderbücher. Seine Bücher sind mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der wichtigste australische Krimipreis, der Ned Kelly Award, zweimal der Deutsche Krimi Preis sowie eine Nominierung für den Booker Prize. Garry Disher lebt an der Südküste von Australien in der Nähe von Melbourne.

 

NANCY FRASER & WOLFGANG STREECK – ZUR KRISE DES KAPITALISMUS


Datum: Freitag, 18. November um 19.30 Uhr
Ort: Stadtbibliothek am Neumarkt
Übersetzerin: Sarah King
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Eine Veranstaltung auf Englisch und Deutsch

Nancy Fraser, geboren 1947 in Baltimore, ist Politikwissenschaftlerin und eine der bekanntesten US-amerikanischen Feministinnen. Sie ist Henry A. and Louise Loeb Professor of Political and Social Science an der New School in New York und International Research Chair in Social Justice am Collège d ́études mondiales in Paris.

Wolfgang Streeck, geboren 1946, ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln und war Professor für Soziologie an der Universität zu Köln. Zuvor war er, nach Stationen in Frankfurt/M., New York, Münster und Berlin, Professor für Soziologie und Industrielle Beziehungen an der Universität von Wisconsin in Madison. Wolfgang Streeck ist u. a. Honorary Fellow der Society for the Advancement of Socio-Economics sowie Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Academia Europaea.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Bittner, der Stadtbibliothek Köln und der Bergischen Universität Wuppertal.

(Autoren-Foto Wolfang Streeck: © Jürgen Bauer)

 

GABRIEL GORODETSKY – DIE MAISKI-TAGEBÜCHER. EIN DIPLOMAT IM KAMPF GEGEN HITLER 1932-1943



Datum: Mittwoch, 23. November um 19.30 Uhr
Ort: Stadtbibliothek am Neumarkt
Moderation: Professor Dr. Karl Schlögel
Übersetzerin: Sarah King
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Eine Veranstaltung auf Englisch und Deutsch

Die Tagebücher des Iwan Maiski, die Gabriel Gorodetsky in Moskau entdeckt hat, sind ein spektakulärer Fund, vielleicht der spektakulärste, der bisher überhaupt in den sowjetischen Archiven gemacht wurde. Wer immer sich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs interessiert, wird sie mit angehaltenem Atem lesen. 1932 erhielt Iwan Maiski die Ernennung zum sowjetischen Botschafter in London. Früher als andernorts hatte man im Kreml erkannt, dass Hitler vor den Toren der Reichskanzlei stand und seine „Machtergreifung“ Europa einen neuen Krieg bringen konnte. Maiski sollte eine Annäherung Moskaus an die Westmächte vorbereiten. Nach vielen Rückschlägen wurde er im Zweiten Weltkrieg tatsächlich zum Architekten des sowjetisch-westlichen Bündnisses. Der Kampf gegen das Dritte Reich war das Lebensthema des weltgewandten Diplomaten und zieht sich wie ein roter Faden durch seine Aufzeichnungen. Dass diese überhaupt existieren, ist eine Sensation, denn unter Stalins Terrorregime konnten sie ihren Urheber leicht den Kopf kosten. So sind Maiskis Tagebücher ein einzigartiges Dokument, das ungewöhnliche Einblicke gibt in die sowjetischen Versuche zur Eindämmung Hitlers. Doch Maiski war auch ein literarisch begabter Beobachter mit besten Kontakten.

Gabriel Gorodetsky ist Quondam Fellow am All Souls College in Oxford und Prof. em. für Geschichte an der Universität Tel Aviv. Für die Edition des Tagebuchs hat er 15 Jahre lang akribisch die Archive durchforstet, um die Einträge mit zusätzlichem Material abzugleichen und zu kommentieren. Die vorliegende Ausgabe präsentiert eine Auswahl.

Karl Schlögel, Jahrgang 1948, hat an der Freien Universität Berlin, in Moskau und Sankt Petersburg Philosophie, Soziologie, Osteuropäische Geschichte und Slawistik studiert. Bis 2013 lehrte er als Professor für Osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Bittner und der Stadtbibliothek Köln.

(Autoren-Foto: © HeadshotLondon)
(Autoren-Foto Karl Schlögel: © Peter-Andreas Hassiepen)

 

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