VERANSTALTUNGEN

Die PLURIVERSALE geht in ihre fünfte Saison. In Lesungen, Vorträgen, Konzerten und Performances präsentiert die Akademie der Künste der Welt ein sorgfältig kuratiertes Programm mit internationalen Künstlern rund um die Themen Flucht, Migration und Gewalt.
www.academycologne.org

SCOBEL UND WINKELS

Datum: Mittwoch, 26. Oktober um 19 Uhr
Ort: Stadtbibliothek am Neumarkt
Eintritt: 8,-€ / 6,-€ (Karten gibt es an der Abendkasse oder im Vorverkauf über KölnTicket)

Gert Scobel und Hubert Winkels schaffen Orientierung in der Vielfalt der wissenschaftlichen Fragen, in den schönen Künsten und der Literatur. Sie diskutieren neue Bücher, sowohl fiktionale als auch Sachbücher, erklären und bewerten sie. Scobel und Winkels findet zweimal im Jahr nach den großen deutschen Buchmessen im Frühjahr und im Herbst statt. Dieses Mal blicken Scobel und Winkels hinter die Kulissen der Leipziger Buchmesse, erzählen von Hypes und Flops, von Preisen, Rekorden und aktuellen Themen.

Gert Scobel ist Autor mehrerer Bücher zu philosophischen Themen und moderiert die Wissenschaftssendung scobel auf 3SAT.

Hubert Winkels, ebenfalls Buchautor, ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk und Literaturkritiker bei der ZEIT.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Bittner und der Stadtbibliothek Köln.

(Autoren-Foto: © Stadtbibliothek Köln)

 

MATHIAS ENARD – KOMPASS


Datum: Mittwoch, 26. Oktober um 20 Uhr
Ort: Institut français, Sachsenring 77, 50677 Köln
Moderation: Stefan Barmann
Eintritt: 10,-€ / 8,-€ | Mitglieder des Literaturhauses 6,-€

Eine Veranstaltung auf Französisch und Deutsch

Kompass ist das Buch der Stunde: eine leidenschaftliche Beschwörung der jahrhundertelangen Passion des Westens für die orientalische Kultur. Unter dem Schock einer alarmierenden medizinischen Diagnose verbringt Franz Ritter, Musikwissenschaftler in Wien, eine schlaflose Nacht. Er begibt sich im Geiste noch einmal an die Orte seiner Forschungsreisen: Istanbul, Damaskus, Aleppo, Palmyra – alles Städte, die für ihn untrennbar mit Sarah verbunden sind, der berühmten Orientalistin, seiner großen Liebe. Seine Erinnerung zaubert immer mehr Fakten, Romanzen und Geschichten hervor, die alle von dem entscheidenden Beitrag des Orients zur westlichen Kultur und Identität zeugen.

Mathias Enard, 1972 geboren, lebt in Barcelona. Auf Deutsch erschienen von ihm die Romane Zone (2010), für den er den Candide-Preis 2008 erhielt, Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten (2011), ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt des lycéens 2010, und zuletzt, 2013, Straße der Diebe. Für den Roman Kompass erhielt er den Prix Goncourt 2015.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Bittner, des Institut Français und dem Literaturhaus Köln.

(Autoren-Foto: © Georges Seguin/Wikimedia)

 

INGVAR AMBJØRNSEN – AUS DEM FEUER


Datum: Donnerstag, 27. Oktober um 19.30 Uhr
Ort: Buchhandlung
Moderation und Übersetzung: Gabriele Haefs
Deutscher Text: Josef Tratnik
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Eine Veranstaltung auf Norwegisch und Deutsch

Dieser Roman ist ein Wunder: eine schräge Satire auf den Literaturbetrieb, eine traurige Liebesgeschichte, lyrische Naturprosa – und das immer dunkler werdende Porträt eines Mannes, der sich durch Scham und Verdrängung tiefer und tiefer in seine Schuld verstrickt.
Alexander Irgens, Norwegens Krimikönig, sind offenbar sowohl der Erfolg als auch der Alkohol zu Kopf gestiegen, als er und seine Geliebte Vilde nach einem opulenten Dinner mit elf Buchhändlerinnen in Lillehammer einen zudringlichen Fan krankenhausreif schlagen. Plötzlich will die Presse ihn nicht mehr zu seinem gerade erschienenen Roman befragen, sondern interessiert sich vor allem für den Skandal. Irgens lässt Vilde und auch seine Ehefrau Ada nach dem Tod ihrer Mutter zurück und unternimmt eine Buchvorstellungstournee in Island und Deutschland, die eher eine Flucht ist, auch eine Flucht vor sich selbst. Vom Erfolg korrumpiert, wird er von Ada und Vilde verlassen, sein Sohn kehrt sich von ihm ab. Gerade, als Irgens durch dieses Feuer geläutert scheint und im Begriff ist, eine Heimat zu finden und zudem mit dem größten Preis der Kriminalliteratur geehrt zu werden, holt ihn seine Vergangenheit ein. Und dieser Roman wird selbst zum Krimi…

Ingvar Ambjørnsen, geb. 1956 in Tønsberg, Norwegens kneipenreichster Stadt, aufgewachsen in Larvik. Nicht vollendete Gärtnerlehre und mancherlei Jobs in Industrie und Psychiatrie. Erste Buchveröffentlichung 1981: 23-salen, seitdem zahlreiche Romane, Welterfolg mit den Elling-Romanen. Lebt seit 1985 in Hamburg. Bei Edition Nautilus erschienen zuerst der autobiografische Roman Weiße Nigger und zuletzt der Roman Die Nacht träumt vom Tag. Ingvar Ambjørnsen wurde mit dem Willy-Brandt-Preis 2012 ausgezeichnet.

(Autoren-Foto: © Tine Poppe)

 

GARRY DISHER – BITTER WASH ROAD


Datum: Dienstag, 8. November um 20 Uhr
Ort: Buchhandlung
Moderation: David Eisermann
Deutscher Text: Josef Tratnik
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Eine Veranstaltung auf Englisch und Deutsch

In der Nähe von Tiverton, einer Kleinstadt in Australiens Nirgendwo, wird ein Mädchen tot am Straßenrand gefunden. Constable Paul Hirschhausen, genannt Hirsch, übernimmt den Fall. Er glaubt nicht an einen Unfall mit Fahrerflucht. Einsam und isoliert durchquert der Constable die unwirtliche Landschaft, vorbei an mageren Schafen, schäbigen Höfen, stellt unbeirrt seine Fragen und lernt eine Kleinstadt kennen, unter deren Oberfläche Enttäuschung und Wut, Rassismus und Sexismus brodeln. Hirsch rüttelt an der trügerischen Stille und wirbelt nicht nur den Staub der ausgedörrten Straßen auf. „Der perfekte Einstieg in das großartige Werk Garry Dishers.“ The Seattle Times

Garry Disher, geboren 1949, wuchs im ländlichen Südaustralien auf. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten, Kriminalromane und Kinderbücher. Seine Bücher sind mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der wichtigste australische Krimipreis, der Ned Kelly Award, zweimal der Deutsche Krimi Preis sowie eine Nominierung für den Booker Prize. Garry Disher lebt an der Südküste von Australien in der Nähe von Melbourne.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Bittner und der Crime Cologne.

 

NANCY FRASER & WOLFGANG STREECK – ZUR KRISE DES KAPITALISMUS


Datum: Freitag, 18. November um 19.30 Uhr
Ort: Stadtbibliothek am Neumarkt
Übersetzerin: Sarah King
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Eine Veranstaltung auf Englisch und Deutsch

„Man hört heute viel über die sogenannte „Fürsorgekrise” (Anm.: im Englischen „crisis of care“). In diesem Zusammenhang fallen häufig die Schlagworte „Zeitarmut“, „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und „soziale Verarmung“, wobei letzteres sich auf den aus mehreren Richtungen ausgeübten Druck bezieht, der derzeit die gesellschaftlichen Kapazitäten in die Knie zwingt. Doch was genau befindet sich in der Krise? Ich behaupte, dass die aktuellen „Unzulänglichkeiten in der Fürsorge“ am Ehesten als von zeitgenössischen Gegebenheiten geprägter Ausdruck eines allgemeinen Hangs zur „gesellschaftlich-reproduktiven“ Krise zu verstehen sind, der kapitalistischen Gesellschaften von ihrem Wesen her innewohnt.
Nach einer Erörterung dieser These werde ich Entstehung und Entwicklung dieses Gegensatzes anhand zweier historischer Formen der kapitalistischen Gesellschaft aufzeigen: des liberalen, wettbewerbsorientierten Kapitalismus des 19. Jahrhunderts und seiner staatlich geführten Form Mitte des 20. Jahrhunderts. Schließlich skizziere ich die derzeitige Fürsorgekrise als Zeugnis des sozialen Widerspruchs, der aus dem Kapitalismus in seinem heutigen finanzialisierten Stadium erwächst.“

Diese These wird Nancy Fraser in einem Vortrag auf Englisch vertiefen. Das anschließende Gespräch mit Wolfgang Streeck wird auf Englisch geführt und ins Deutsche übersetzt werden.

Nancy Fraser, geboren 1947 in Baltimore, ist Politikwissenschaftlerin und eine der bekanntesten US-amerikanischen Feministinnen. Sie ist Henry A. and Louise Loeb Professor of Political and Social Science an der New School in New York und International Research Chair in Social Justice am Collège d ́études mondiales in Paris.

Wolfgang Streeck, geboren 1946, ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln und war Professor für Soziologie an der Universität zu Köln. Zuvor war er, nach Stationen in Frankfurt/M., New York, Münster und Berlin, Professor für Soziologie und Industrielle Beziehungen an der Universität von Wisconsin in Madison. Wolfgang Streeck ist u. a. Honorary Fellow der Society for the Advancement of Socio-Economics sowie Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Academia Europaea.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Bittner, der Stadtbibliothek Köln und der Bergischen Universität Wuppertal.

(Autoren-Foto Wolfang Streeck: © Jürgen Bauer)

 

GABRIEL GORODETSKY – DIE MAISKI-TAGEBÜCHER. EIN DIPLOMAT IM KAMPF GEGEN HITLER 1932-1943



Datum: Mittwoch, 23. November um 19.30 Uhr
Ort: Stadtbibliothek am Neumarkt
Moderation: Professor Dr. Karl Schlögel
Deutscher Text: Josef Tratnik
Übersetzerin: Sarah King
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Eine Veranstaltung auf Englisch und Deutsch

Die Tagebücher des Iwan Maiski, die Gabriel Gorodetsky in Moskau entdeckt hat, sind ein spektakulärer Fund, vielleicht der spektakulärste, der bisher überhaupt in den sowjetischen Archiven gemacht wurde. Wer immer sich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs interessiert, wird sie mit angehaltenem Atem lesen. 1932 erhielt Iwan Maiski die Ernennung zum sowjetischen Botschafter in London. Früher als andernorts hatte man im Kreml erkannt, dass Hitler vor den Toren der Reichskanzlei stand und seine „Machtergreifung“ Europa einen neuen Krieg bringen konnte. Maiski sollte eine Annäherung Moskaus an die Westmächte vorbereiten. Nach vielen Rückschlägen wurde er im Zweiten Weltkrieg tatsächlich zum Architekten des sowjetisch-westlichen Bündnisses. Der Kampf gegen das Dritte Reich war das Lebensthema des weltgewandten Diplomaten und zieht sich wie ein roter Faden durch seine Aufzeichnungen. Dass diese überhaupt existieren, ist eine Sensation, denn unter Stalins Terrorregime konnten sie ihren Urheber leicht den Kopf kosten. So sind Maiskis Tagebücher ein einzigartiges Dokument, das ungewöhnliche Einblicke gibt in die sowjetischen Versuche zur Eindämmung Hitlers. Doch Maiski war auch ein literarisch begabter Beobachter mit besten Kontakten.

Gabriel Gorodetsky ist Quondam Fellow am All Souls College in Oxford und Prof. em. für Geschichte an der Universität Tel Aviv. Für die Edition des Tagebuchs hat er 15 Jahre lang akribisch die Archive durchforstet, um die Einträge mit zusätzlichem Material abzugleichen und zu kommentieren. Die vorliegende Ausgabe präsentiert eine Auswahl.

Karl Schlögel, Jahrgang 1948, hat an der Freien Universität Berlin, in Moskau und Sankt Petersburg Philosophie, Soziologie, Osteuropäische Geschichte und Slawistik studiert. Bis 2013 lehrte er als Professor für Osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Bittner und der Stadtbibliothek Köln.

(Autoren-Foto: © HeadshotLondon)
(Autoren-Foto Karl Schlögel: © Peter-Andreas Hassiepen)

 

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