VERANSTALTUNGEN

KATHARINA MEVISSEN & TILMANN STRASSER



Datum: Montag, 29. April um 19.30 Uhr
Ort: Literaturhaus Köln, Großer Griechenmarkt 39, 50676 Köln
Moderation: Ines Dettmann
Eintritt: 9,-€ / 7,- € | Mitglieder: 5,- €

Vor elf Jahren war Katharina Mevissen Teilnehmerin am Literaturhaus-Projekt »MeinBlock«. Jetzt ist sie zurück und hat ihren Debütroman Ich kann dich hören (Wagenbach) im Gepäck. Und auch Tilman Strasser, früherer Mitarbeiter des Literaturhauses, kehrt für einen Abend zurück – und zwar mit seinem Roman Hasenmeister (Salis). Beide Bücher kreisen um die Musik und um die Unmöglichkeit, ihr zu entkommen.
Osman Engels spielt Cello, ein Talent, das ihm von seinem Vater in die Wiege gelegt wurde. Doch statt eine Brücke zwischen Vater und Sohn zu schlagen, wird es zur unüberwindlichen Mauer. Katharina Mevissens Debüt schildert die erdrückende und zugleich befreiende Kraft der Musik. Ähnlich ambivalent verhält es sich mit dem Violinisten Felix Hasenmeister in Tilman Strassers gleichnamigem Roman. Er flieht vom Abschlusskonzert, verkriecht sich in der Übezelle, und kann doch nicht entkommen. Über Konflikte mit Musikereltern und das Verhältnis von Musik und Schreiben sprechen Katharina Mevissen und Tilman Strasser mit Ines Dettmann. Begleitet wird die Veranstaltung von der Cellistin Magdalena Wolf.

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Köln und der Buchhandlung Bittner.

(© Autoren-Fotos: Denise Sterr / privat)


 

1. KÖLNER LITERATURNACHT – DURCH DIE NACHT MIT LYRIK AUS DER PARASITENPRESSE


Datum: Samstag, 4. Mai um 20 Uhr und um 22 Uhr
Ort: Buchhandlung Klaus Bittner, Albertusstr. 6, 50667 Köln
Moderation: Adrian Kasnitz
Eintritt: 21,-€ / 15,-€ (Karten im VVK über KölnTicket), Einzelticket: 10,-€ / 7,-€

Anlässlich der 1. Kölner Literaturnacht werden Johanna Dombois, Stan Lafleur, Vera Zlatic und Christoph Danne – allesamt Dichterinnen und Dichter aus der Kölner parasitenpresse – neue, frische Texte aus ihren Büchern lesen. Autor und Verleger Adrian Kasnitz moderiert. Nach der Lesung gibt es die Möglichkeit zur Bücherschau und Plauderei.

 

BARBARA SCHOCK-WERNER UND JOACHIM FRANK – KÖLN AUF DEN PUNKT 2



Datum: Mittwoch, 22. Mai um 19 Uhr
Ort: Stadtbibliothek Köln, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Moderation: Joachim Frank
Eintritt: 8,- € / 6,- € (Karten im VVK über KölnTicket und an der Abendkasse!)

Scheußliches und Schönes in Köln – die Kölner Dombaumeisterin a. D. Barbara Schock-Werner hat sich gemeinsam mit dem Chefkorrespondenten und Journalisten Joachim Frank noch einmal auf Stadttour begeben. Entstanden ist ein Köln-Führer, der wie sein erfolgreicher Vorgänger Klartext spricht. Köln auf den Punkt 2 führt uns zu dreißig besonders markanten Punkten Kölns, zu den Schandflecken ebenso wie zu den verborgenen Schätzen. Wir begegnen Stadtansichten, die wir schon hundertmal gesehen, aber selten wirklich beachtet haben. Dieses Buch öffnet dem Leser die Augen für die Stadt und ihre Geschichte und ist am Ende vor allem eines: ein Plädoyer für die Bewahrung der architektonischen Schätze Kölns.
„Dieses Buch soll wie meine Führungen im Dom sein, nach denen die Leute oft sagen: Jetzt waren wir so oft hier, aber was Sie uns gezeigt haben, das haben wir noch nie bemerkt.“

Prof. Dr. Barbara Schock-Werner war von 1999 bis 2012 Dombaumeisterin am Kölner Dom und Leiterin der Dombauhütte. In die Zeit ihres Wirkens fällt die Gestaltung des monumentalen Südquerhaus- Fensters im Dom durch den Künstler Gerhard Richter. Bei DuMont ist von ihr zuletzt 2015 Köln auf den Punkt erschienen.

Joachim Frank war u. a. Chefredakteur der Frankfurter Rundschau. Er arbeitet seit 2011 als Chefkorrespondent der DuMont-Mediengruppe. Bei DuMont erschien Wie kurieren wir die Kirche? Katholisch sein im 21. Jahrhundert (2013) und Köln auf den Punkt (2015).

(© Autoren-Fotos: Stefan Worring, Peter Rakoczy)


 

BARBARA HONIGMANN – GEORG


Datum: Mittwoch, 22. Mai um 19.30 Uhr
Ort: Literaturhaus Köln, Großer Griechenmarkt 39, 50676 Köln
Moderation: Sandra Kegel
Eintritt: 11,-€ / 9,- € | Mitglieder: 7,- €

„Mein Vater heiratete immer dreißigjährige Frauen. [Nur] er wurde älter… Sie hießen Ruth, Litzy, das war meine Mutter, Gisela und Liselotte…“
Das ist die private Seite einer Lebensgeschichte, die um die halbe Welt führt: Herkunft aus Frankfurt, Odenwaldschule, Paris-London-Berlin, dazwischen Internierung in Kanada, nach der Emigration der Weg in die DDR. Und bei alldem die wiederkehrende Erfahrung: „Zu Hause Mensch und auf der Straße Jude.“ Barbara Honigmann erzählt lakonisch und witzig, traurig und mitreißend von ihrer deutsch-jüdisch-kommunistischen Sippe: Ein schmales Buch, aber ein großes Buch über Deutschland – und die bewegende nachgetragene Liebeserklärung an einen außergewöhnlichen Mann.

Barbara Honigmann,
1949 in Ost-Berlin geboren. Arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. 1984 Emigration mit der Familie nach Straßburg, wo sie noch heute lebt. Honigmanns Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Kleist-Preis, dem Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich, zuletzt 2018 mit dem Jakob Wassermann-Preis.

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Köln und der Buchhandlung Bittner.
(© Autoren-Foto: Peter-Andreas Hassiepen)


 

TOM SCHULZ – REISEWARNUNG FÜR LÄNDER MEERE EISBERGE


Datum: Donnerstag, 23. Mai um 19.30 Uhr
Ort: Buchhandlung Bittner, Albertusstr. 6 50667 Köln
Moderation: Alexander Weinstock
Eintritt: 5,- €

Keine Reisewarnung könnte ihn aufhalten, zu groß ist Tom Schulz‘ Liebe zu diesem Planeten, der sich in immer rasanterem Tempo vom paradiesischen Zustand zu entfernen scheint. Wohin er sich auch lyrisch begibt, nach Medellín oder Venedig, in die Beinhäuser von São João oder zu den Plantagen von Tazacorte, ob in Strophen, in Prosa- oder in Kurzform – immer geht es ihm darum, den Regelkreis zu unterbrechen, „den Kreislauf aus Gier und Fertigteilen“, mit all der poetischen Schärfe, die ihm zu Gebote steht, Bewusstsein zu schaffen für die Schönheit und die Gefährdung der Welt.
Wach, präsent und von poetischer Schärfe: Tom Schulz’ neue Gedichte zeigen ihn als engagierten Lyriker.

Tom Schulz, geboren 1970 in der Oberlausitz, lebt als freier Autor, Herausgeber und Dozent für Kreatives Schreiben in Berlin. Für seine Gedichte erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien, u. a. den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur 2010, den Kunstpreis Literatur der Lotto-Stiftung Brandenburg 2013 und den Alfred-Gruber-Preis 2014. Zuletzt erschien bei Hanser Berlin sein Gedichtband Die Verlegung der Stolpersteine (2017).

Eine Veranstaltung des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur I der Universität Köln und der Buchhandlung.

(© Autoren-Fotos: Daniel Hengst)
 

STEFAN BRUNNHUBER – DIE OFFENE GESELLSCHAFT
EIN PLÄDOYER FÜR FREIHEIT UND ORDNUNG IM 21. JAHRHUNDERT


Datum: Dienstag, 18. Juni um 19.30 Uhr
Ort: Stadtbibliothek Köln, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Moderation: Gert Scobel
Eintritt: 8,- € / Schüler, Studenten und Köln-Pass-Inhaber frei (Karten im VVK über KölnTicket und an der Abendkasse!)

Wiederholt sich Geschichte? Aktuell verdichten sich die Anzeichen, dass wiederkehrt, was als überwunden galt: geschlossene, illiberale Gesellschaften, die sich vor allem über Ausgrenzung definieren. Die offene Gesellschaft und ihre Feinde – der Titel des Hauptwerks von Karl Popper – scheint aktueller denn je. Im Angesicht der Katastrophe wirkte die Veröffentlichung 1945 als politisches Signal. Was Popper darin verurteilte, waren geschlossene Ideologien – Gesinnungen also, die heute wiederkehren, ob in Trumps Amerika, Orbans Ungarn oder in der Türkei Erdogans. Handelt es sich dabei nur um ein vorübergehendes Phänomen oder erwächst hier Gefahr? Stefan Brunnhuber denkt Poppers Konzept für die Moderne weiter und plädiert für eine „Ordnung der Freiheit“ als Voraussetzung dafür, auch morgen noch das Leben führen zu können, das eine große Mehrheit befürwortet.

Stefan Brunnhuber ist Mediziner und Wirtschaftssoziologe, Psychiater und Ökonom. Die Interessen des Dahrendorf-Schülers und Mitglieds des Club of Rome sind vielfältig und umfassen Überlegungen zu Ressourcenkriegen und Friedenssicherung, Postwachstum und ökologischer Nachhaltigkeit. Zuletzt erschien von ihm das Buch Die Kunst der Transformation.

Gert Scobel ist verantwortlich für die Wissenschaftssendung Scobel (3Sat). Er ist Professor für Interdisziplinarität und Philosophie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und einer der Direktoren des dortigen Zentrums für Ethik und Verantwortung. Scobel ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt Nicht Denken und wurde u. a. zweimal mit dem Grimme-Preis geehrt.

In der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“

(© Autoren-Foto: privat)


 

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