VERANSTALTUNGEN

OLIVIER GUEZ – DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE


Datum: Montag, 10. September um 19.30 Uhr
Ort: Institut français Köln, Sachsenring 77, 50677 Köln
Moderation, Übersetzung & Deutscher Text: Stefan Barmann
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Eine Veranstaltung auf Französisch und Deutsch

1949 flüchtet Josef Mengele, der bestialische Lagerarzt von Auschwitz, nach Argentinien. In Buenos Aires trifft er auf ein dichtes Netzwerk aus Unterstützern, unter ihnen Diktator Perón, und baut sich Stück für Stück eine neue Existenz auf. Mengele begegnet auch Adolf Eichmann, der ihn zu seiner großen Enttäuschung nicht einmal kennt. Der Mossad sowie Nazi-Jäger Simon Wiesenthal und Generalstaatsanwalt Fritz Bauer nehmen schließlich die Verfolgung auf. Mengele rettet sich von einem Versteck ins nächste, lebt isoliert und wird finanziell von seiner Familie in Günzburg unterstützt. Erst 1979, nach dreißig Jahren Flucht, findet man die Leiche von Josef Mengele an einem brasilianischen Strand. Dieser preisgekrönte Tatsachenroman von Olivier Guez, der in Frankreich sofort zum Sensationsbesteller wurde, liest sich wie ein rasanter Politthriller und wahrt zugleich die notwendige Distanz.

„Olivier Guez schuf mit diesem bekannten Verfahren eine phantastische neue Romanform.“
Frédéric Beigbeder in Le Figaro magazine

Olivier Guez, 1974 in Straßburg geboren, ist Autor und Journalist. Er arbeitete unter anderem für Le Monde, die New York Times und die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Für das Drehbuch von Der Staat gegen Fritz Bauer erhielt er den deutschen Filmpreis. Olivier Guez lebt in Paris.

Eine Veranstaltung des Institut français Köln und der Buchhandlung Bittner

(© Autoren-Foto: JF Paga – Grasset)

 

MICHAEL ONDAATJE – KRIEGSLICHT


Datum: Montag, 17. September um 20 Uhr
Ort: Klaus-von-Bismarck-Saal, WDR Funkhaus, Wallrafplatz 5, 50667 Köln
Moderation: Julika Griem
Deutscher Text: Ulrich Noethen
Eintritt: VVK ab 14 € (ermäßigt ab 10,- €), AK ab 19,- €

Achtung! Kartenvorverkauf ab sofort nur über KölnTicket
(Tel.: 0221 / 2801 oder online)

1945 wird der vierzehnjährige Nathaniel mit seiner Schwester Rachel von den Eltern in London zurückgelassen. Der geheimnisvolle „Falter“, der sie in Obhut genommen hat, und dessen exzentrische Freunde kümmern sich fürsorglich um sie. Wer aber sind diese Menschen wirklich? Und was hat es zu bedeuten, dass die Mutter nach langem Schweigen aus dem Nichts wieder zurückkehrt? „Meine Sünden sind vielfältig“, wiederholt sie, mehr gibt sie nicht preis. Als er erwachsen ist, beginnt Nathaniel die geheime Vergangenheit seiner Mutter als Spionin im Kalten Krieg aufzuspüren. Fünfundzwanzig Jahre nach dem „Englischen Patienten“ hat Michael Ondaatje ein neues Meisterwerk geschrieben.

Michael Ondaatje, 1943 in Sri Lanka geboren, lebt heute in Toronto. Mit seinem Roman Der englische Patient (1993), für den er den Booker-Preis erhielt, wurde er weltberühmt. Im Hanser Verlag erschienen zuletzt Buddy Boldens Blues (1995), Die gesammelten Werke von Billy the Kid (1997), Anils Geist (Roman, 2000), Handschrift (Gedichte, 2001), Divisadero (Roman, 2007) und Katzentisch (Roman, 2012). Im Herbst 2018 erscheint sein neuer Roman Kriegslicht.

Eine Veranstaltung der lit.Cologne und der Buchhandlung Bittner.

(© Autoren-Fotos: Rolex & Bart Michiels)

 

NADIFA MOHAMED – BLACK MAMBA BOY


Datum: Dienstag, 25. September um 19.30 Uhr
Ort: Buchhandlung Bittner, Albertusstr. 6, 50667 Köln
Moderation & Übersetzung: Margarete von Schwarzkopf
Deutscher Text: Folker Barnik
Eintritt: 8,-€ / 5,-€

Eine Veranstaltung auf Englisch und Deutsch

Der kleine Jama, ein halb wilder Straßen-junge, streift mit seinen Freunden durch die Gassen Adens auf der Suche nach Nahrung und ein paar Münzen. Als seine Mutter viel zu jung stirbt, begibt er sich ganz allein auf eine Odyssee durch das von Kolonialismus und Faschismus verheerte Ostafrika bis nach Ägypten, auf der Suche nach seinem geheimnisvollen unbekannten Vater. 1947, Jama ist inzwischen Seemann, gelangt er nach England. Auf der Grundlage der Erlebnisse ihres Vaters schrieb Nadifa Mohamed diesen erschütternden Roman – ihr Debüt, das in zahlreiche Sprachen übersetzt und mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet wurde.

Nadifa Mohamed, 1981 in Hargeisa, Somaliland geboren, kam als Kind mit ihrer Familie nach London und studierte in Oxford Geschichte und Politik. Ihr Debütroman Black Mamba Boy, erschienen 2010 (dt. 2015), stand auf der Longlist des Orange Prize for Fiction und auf der Shortlist des Guardian First Book Award, des Dylan Thomas Award, des John Llewellyn Rhys Prize, des PEN/Open Book Award und gewann den Betty Trask Award. Nadifa Mohamed wurde von der renommierten Literaturzeitschrift Granta zu den zwanzig „Best of Young British Novelists“ gezählt. Ihr zweiter Roman Der Garten der verlorenen Seelen erschien 2016. Nadifa Mohamed lebt in London.

Eine Veranstaltung von „Stimmen Afrikas“ (Allerweltshaus e.V Köln) und der Buchhandlung Bittner.

(© Autoren-Foto: Sabeen Hussain)

 

MICHAEL KLEEBERG – DER IDIOT DES 21. JAHRHUNDERTS


Datum: Dienstag, 13. November um 19.30 Uhr
Ort: Buchhandlung Bittner, Albertusstr. 6, 50667 Köln
Moderation: Thomas Laue
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Orient und Okzident, Einwanderer, Auswanderer, Aussteiger, Islam, Christentum, Kapitalismus und die Suche nach dem Glück: Michael Kleeberg erzählt Geschichten und Schicksale in einer globalisierten Welt. In diesem großen Wurf gelingt es ihm, die wichtigen Fragen unserer Zeit in packende Literatur zu verwandeln.
Mühlheim bei Frankfurt. Ein Kreis von Freunden trifft sich und versucht, über Freundschaft und Gesellschaft nicht nur nachzudenken, sondern auch Utopien eines anderen Zusammenlebens zu verwirklichen. Dabei: Hermann, einst Doktorand der Philosophie, dann Aussteiger, jetzt Lehrer in Frankfurt. Maryam, eine iranische Sängerin, die auswandern musste, weil ihr das Singen verboten wurde. Dabei auch: Younes, ein libanesischer Pastor, Zygmunt, ein polnischer Handwerker, Bernhard, ein Ex-Sponti, der lange einen Verein für Jugendsozialarbeit leitete, Ulla, seine Frau, Kadmos, ein arabischer Lyriker.
In einem kaleidoskopischen Roman in zwölf Büchern (angelehnt an Goethes West-Östlichen Divan und Nezamis Leila und Madschnun) erzählt Michael Kleeberg ihre Geschichten und Geschichten um sie herum und begibt sich zu den Wurzeln ihrer Kulturen. Sein Buch spielt in Deutschland, Iran, im Libanon und im Reich der Mythen; Kleeberg verarbeitet Motive östlicher und westlicher Kultur – von der persischen Erzählung bis zu den Blogs deutscher Islamistinnen im „Islamischen Staat“; er mischt verschiedene Erzählperspektiven und Genres, Erzählung, Dialog, Essay und Parabel zu einem großen multiperspektivischen Ganzen, das den Suchbewegungen und Unsicherheiten der Gegenwart gerecht wird. Kein Buch der Gewissheiten, ein Buch der Suche. Ein literarisches Wagnis. Ein großes Buch.

Michael Kleeberg, geboren 1959 in Stuttgart, lebt als Schriftsteller und Übersetzer (u.a. Marcel Proust, John Dos Passos, Graham Greene, Paul Bowles) in Berlin. Sein Werk (u.a. Ein Garten im Norden, Vaterjahre) wurde in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Zuletzt erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Preis (2015), den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2016) und hatte die Frankfurter Poetikdozentur 2017 inne.

(© Autoren-Foto: Lothar Köthe)

 

MARKUS GABRIEL – DER SINN DES DENKENS


Datum: Mittwoch, 21. November um 19 Uhr
Ort: Stadtbibliothek Köln, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Moderation: Gert Scobel
Eintritt: 8,-€ / 6,-€ (VVK über KölnTicket)

Markus Gabriel zeigt in diesem Buch, dass das Denken Teil der biologischen Sinne ist, der nicht künstlich nachgebaut werden kann. Längst gilt er als einer der wichtigsten deutschsprachigen Philosophen der Gegenwart, dessen unverwechselbar leichtfüßiger Stil klassische und moderne Theoretiker sowie die Popkultur zusammenführt.
Das Denken ist vielleicht der wahre Hauptbegriff der Philosophie. Insbesondere Platon und Aristoteles haben sie als das Nachdenken über das Nachdenken definiert. Unser menschliches Denken ist einer unserer Sinne und damit unüberwindbar an biologische Bedingungen gebunden. Das lässt sich zwar nicht nachbauen. Dennoch sind wir in bestimmter Hinsicht selber eine Form der künstlichen Intelligenz. Denn unser geistiges Vermögen entsteht historisch und kulturell aus dem Bild, das wir uns von uns selber und von unserer Umgebung machen. Oder ist das ganze Universum vielleicht nur eine Simulation? Mit Esprit führt Markus Gabriel in hochaktuelle Themen ein und streift dabei Hume, Leibniz und Kant ebenso wie Searle und Taylor, aber auch Filme und Serien wie Ghost in the Shell, Matrix oder Der sechs Millionen Dollar Mann.

Markus Gabriel, geboren 1980, studierte in Bonn, Heidelberg, Lissabon und New York. Seit 2009 hat er den Lehrstuhl für Erkenntnistheorie und Philosophie der Neuzeit an der Universität Bonn inne und ist dort Direktor des Internationalen Zentrums für Philosophie. Er ist Direktor des interdisziplinären Center for Science and Thought und regelmäßiger Gastprofessor an der Sorbonne (Paris 1).

Eine Veranstaltung der Stadtbibliothek Köln und der Buchhandlung Bittner
(© Autoren-Foto: Gerald von Foris)

 

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