VERANSTALTUNGEN

JENS BECKERT – IMAGINIERTE ZUKUNFT

Datum: Mittwoch, 9. Mai um 19 Uhr
Moderation: Gert Scobel
Ort: Stadtbibliothek Köln, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Eintritt: 8,-€ / 6,-€ (Kartenvorverkauf nur über KölnTicket!)

Ist die Wirtschaft eine Fiktion? Im kapitalistischen Wirtschaftssystem richten Konsumenten, Investoren und Unternehmen ihr Handeln auf die Zukunft aus. Diese birgt Chancen und Risiken, ist aber vor allem eines: ungewiss. Wie gehen die Akteure damit um? Ökonomen beantworten diese Frage mit verschiedenen Theorien, die auf die Berechenbarkeit des Marktes setzen. Dadurch wird die
Nichtvorhersagbarkeit der Zukunft unterschätzt. Jens Beckert entwickelt einen neuen Blick auf die Dynamik des Kapitalismus. Im Mittelpunkt seiner Untersuchung stehen die fiktionalen Erwartungen der Akteure – Imaginationen darüber, was die Zukunft bringt. Er liefert eine umfassende Typologie dieser Erwartungen, untersucht ihre Funktionsweisen in Bereichen wie Geld, Innovation und Konsum und zeigt, wie mächtig sie sind. Fiktionale Erwartungen sind der Treibstoff der Ökonomie, können diese aber auch in tiefe Krisen stürzen, wenn sie als hohle Narrative entlarvt werden. Dann platzt die Blase.

Jens Beckert erhält 2018 den renommierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Er ist Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung und Professor für Soziologie
in Köln. Zuvor hat er u. a. in Göttingen, New York, Princeton, Paris und an der Harvard University gelehrt.

Gert Scobel ist vielfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist und verantwortlich für die Wissenschaftssendung „scobel“ (3sat). Seit 2016 ist er Professor für Interdisziplinarität und Philosophie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Eine Veranstaltung des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung, der Stadtbibliothek Köln und der Buchhandlung Bittner.

(© Autoren-Foto: Jürgen Bauer)

 

THOMAS MEINECKE – SCHREIBEN BEDEUTET, IM DAZWISCHEN ZU ARBEITEN


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ALBERTO MANGUEL – DIE VERBORGENE BIBLIOTHEK


Datum: Mittwoch, 16. Mai um 19.00 Uhr
Ort: Stadtbibliothek Köln, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Moderation: Angela Spizig
Deutscher Text: Bernd Reheuser
Eintritt: 8,-€ / 6,-€ (Kartenvorverkauf nur über KölnTicket!)

Eine Veranstaltung auf Englisch und Deutsch

Alberto Manguel, der vielleicht größte Leser unserer Zeit, erzählt in zehn unterhaltsamen und ebenso gelehrten Abschweifungen von der wunderbaren Komplizenschaft zwischen Leser und Buch und von seinen ganz persönlichen Leseeindrücken.
Ein Leben lang waren ihm seine Bücher Inspiration und Freunde. Jetzt ist er ohne sie, denn seine Bibliothek schlummert verpackt in Umzugskartons. Im Geiste stöbert er nun durch die Seiten der Weltliteratur und durch die Bibliotheken seines Lebens – die Stadtbüchereien seiner Kindheit, später seine eigenen Bibliotheken in Paris, London, Mailand, in der schwülen Hitze von Tahiti.
Alberto Manguel war der Vorleser des erblindenden Dichters Jorge Luis Borges und ist seit 2016 als Direktor der argentinischen Nationalbibliothek in Buenos Aires sein Nachfolger. Mit seiner Geschichte des Lesens begeisterte Manguel Millionen Leser auf der ganzen Welt.

Alberto Manguel, 1948 in Buenos Aires geboren, wuchs in Israel und Argentinien auf und ist kanadischer Staatsbürger. In mehreren Sprachen zu Hause, wirkte er u. a. in Buenos Aires, Paris, Mailand, London und Toronto als Verlagslektor, Literaturdozent und Übersetzer. Sein in alle Weltsprachen übersetztes Buch Eine Geschichte des Lesens wurde 1998 mit dem Prix Medicis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung der Stadtbibliothek Köln und der Buchhandlung Bittner.

(© Autoren-Foto: Philippe Matsas/Opale/Leemage/laif)
 

TEJU COLE – BLINDER FLECK


Datum: Dienstag, 12. Juni um 19.30 Uhr
Ort: Sancta-Clara-Keller, Am Römerturm 3, 50667 Köln
Moderation: Angela Spizig
Deutscher Text: Josef Tratnik
Eintritt: 10,-€ / 8,-€

Teju Cole gehört zu den angesehensten Schriftstellern und Intellektuellen der Gegenwart, doch ebenso wichtig wie das Schreiben ist ihm das Fotografieren. Hier treffen beide Ausdrucksformen aufeinander: Mehr als 150 Fotografien und Texte verbinden sich zu einem lyrischen visuellen Essay.
2011 erlebte Teju Cole eine Zeit vorübergehender Erblindung. Danach stellte sich die Frage des Sehens neu, und er begann dieses fotografische Projekt. Die Bilder in seinem neuen Buch sind Dokumente von Jahren des Unterwegsseins: der Schatten eines Baumes in Upstate New York. Ein Schweizer Hotelzimmer. Ein junger Fremder im Kongo. Eine seltsame Konstellation in einem Berliner Park. Wir sehen, was er sah, was seine Erinnerung und Gedanken anstieß, während sich kurze Texte wie ein Voice-over über die Bilder legen – eine innere Stimme, konkret oder abstrakt, prosaisch oder rätselhaft. Teju Cole interessiert die Kontinuität von Orten, die singing line, die sie verbindet – und die Texturen, in denen sie sich unterscheiden. Und während seine Bilder etwas Konkretes dokumentieren, wird zugleich etwas sichtbar, was das Auge nicht erfasst.

Teju Cole, geboren 1975, wuchs in Nigeria auf und kam als Jugendlicher in die USA. Er ist Kunsthistoriker, Schriftsteller und Fotograf und lehrt am Bard College. Er ist der Fotografiekritiker des New York Times Magazine und Autor der dort erscheinenden Kolumne On Photography. 2013 wurde er für Open City mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Teju Cole lebt in Brooklyn, New York.

In Kooperation mit dem Englischen Seminar 1 der Universität Köln.

(© Autoren-Foto: Teju Cole/ Tim Knox)
 

MICHAEL ONDAATJE – KRIEGSLICHT

Datum: Montag, 17. September

Vorfreude! Am Montag, den 17. September 2018 gibt es ein Wiedersehen mit Michael Ondaatje. Weitere Informationen finden Sie bald hier.

1945 wird der vierzehnjährige Nathaniel mit seiner Schwester Rachel von den Eltern in London zurückgelassen. Der geheimnisvolle „Falter“, der sie in Obhut genommen hat, und dessen exzentrische Freunde kümmern sich fürsorglich um sie. Wer aber sind diese Menschen wirklich? Und was hat es zu bedeuten, dass die Mutter nach langem Schweigen aus dem Nichts wieder zurückkehrt? „Meine Sünden sind vielfältig“, wiederholt sie, mehr gibt sie nicht preis. Als er erwachsen ist, beginnt Nathaniel die geheime Vergangenheit seiner Mutter als Spionin im Kalten Krieg aufzuspüren. Fünfundzwanzig Jahre nach dem „Englischen Patienten“ hat Michael Ondaatje ein neues Meisterwerk geschrieben.

Michael Ondaatje, 1943 in Sri Lanka geboren, lebt heute in Toronto. Mit seinem Roman „Der englische Patient“ (1993), für den er den Booker-Preis erhielt, wurde er weltberühmt. Im Hanser Verlag erschienen zuletzt „Buddy Boldens Blues“ (1995), „Die gesammelten Werke von Billy the Kid“ (1997), „Anils Geist“ (Roman, 2000), „Handschrift“ (Gedichte, 2001), „Divisadero“ (Roman, 2007) und „Katzentisch“ (Roman, 2012). Im Herbst 2018 erscheint sein neuer Roman „Kriegslicht“.

(© Autoren-Fotos: Rolex & Bart Michiels)

 

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